Ausstellungsarchiv

AUSTRIAN MASTERS

21.03.–20.05.2017

Günter Brus, Christian Eisenberger, Adolf Frohner, Bruno Gironcoli, Franz Graf, Zenita Komad, Elke Krystufek, Maria Lassnig, Otto Muehl, Hermann Nitsch, Friederike Pezold, Rudolf Schwarzkogler, Rudolf Polanszky, Arnulf Rainer, VALIE EXPORT, Franz West, Heimo Zobernig

Die Ausstellung „Austrian Masters“ zeigt österreichische Künstler(-gruppierungen), die interdisziplinär arbeiteten und performative Methoden anwandten, die zu ihrer Zeit in erster Linie als Provokation wahrgenommen wurden. Es bedurfte einiger Jahrzehnte theoretischer Aufbereitung und einer neu geschulten Generation von Rezipienten, um der hohen Qualität dieser Arbeiten, die vorher nur Insider erkannt hatten, zu internationaler Akzeptanz zu verhelfen.

Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt in den Kunstströmungen der 1960er-Jahren, dem Wiener Aktionismus und zeitgleichen verwandten Positionen. Mit Werken von Günter Brus, Otto Muehl, Hermann Nitsch und Rudolf Schwarzkogler, anderen Wiener Künstlern jener Zeit, wie Adolf Frohner, Friederike Pezold, Arnulf Rainer oder VALIE EXPORT zeigen wir einen Überblick über die wichtigsten avantgardistischen Tendenzen.

Mit Maria Lassnig, Rudolf Polanszky und Franz West wird ein Bezug zur nachfolgenden Generation hergestellt. Viele Arbeiten, wie die Pass- oder Labstücke, sowie das künstlerische Gesamtkonzept von Franz West, hätten ohne den Hintergrund des Wiener Aktionismus nie in dieser originären, zum Teil als „österreichspezifisch“ zu bezeichnenden Weise entstehen können. Maria Lassnig nimmt gewissermaßen eine Sonderstellung ein. Ihre Arbeiten spiegeln die Ambivalenz zwischen innerer, inszenierter und äußerer Realität wieder.

Die Arbeiten von Rudolf Polanszky sind einer Sprache ähnlich und bedienen sich einer Abfolge oder eines Arrangements von Zeichen und Symbolen, jedoch ohne direkt auf Begrifflichkeiten zurückzugreifen, ohne dabei eine Richtung im Verhältnis von Ursache und Wirkung vorzugeben. Es bleibt offen was jeweils Ursache und was Wirkung ist. Die Wirklichkeit als Prinzip wird durch die Performance der Wirklichkeit ersetzt, einschließlich unserer Vermögen und Mechanismen der Repräsentation und Interpretation. (Cem Angeli)

Aktuell sind es Künstler wie Christian Eisenberger, Elke Krystufek oder Zenita Komad, deren künstlerischer Ansatz auf einer interdisziplinären und performativen Ebene liegt. Bezeichnend für das Werk von Christian Eisenberger ist sein alles umfassender Kunstbegriff. Subtile Eingriffe in die Natur oder Aktionen im öffentlichen Raum weltweit sind in seiner Arbeit ebenso wichtig wie der Einsatz des eigenen Körpers und die Malerei. Zenita Komad hat mit Zenita Universe nicht nur ein Werk geschaffen, sondern eine Marke.

Die Ausstellung „Austrian Masters“ zeigt österreichische Künstler(-gruppierungen), die interdisziplinär arbeiteten und performative Methoden anwandten, die zu ihrer Zeit in erster Linie als Provokation wahrgenommen wurden. Es bedurfte einiger Jahrzehnte theoretischer Aufbereitung und einer neu geschulten Generation von Rezipienten, um der hohen Qualität dieser Arbeiten, die vorher nur Insider erkannt hatten, zu internationaler Akzeptanz zu verhelfen.

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